Steiermark · Österreich · 1.036 m

Wo die Berge flüstern und die Zeit verweilt.

47°4′N · 14°18′E
Sankt Lambrecht Murau · Obersteiermark


Willkommen an einem Ort zum Verlieben – Willkommen in Sankt Lambrecht.

Hauptstraße im Winter
I · Winter Hauptstraße, im Dezember.

Hauptstraße im Sommer
II · Sommer Hauptstraße, im Juli.

— I —

Winter

Wenn der Schnee zuhört
Pl. I Das Dorf im Schnee

Schneeflocken und Kerzenlicht

Wenn der erste Schnee fällt — meist gegen Mitte November, manchmal früher, manchmal später, je nachdem, was der Wind oben am Zirbitzkogel gerade vorhat — wird Sankt Lambrecht zu einer Geschichte, die man nur leise erzählen kann. Die Geräusche werden gedämpft, die Häuser scheinen tiefer zu atmen, und am späten Nachmittag, wenn die Lichter angehen, beginnt das Tal zu glühen wie eine Laterne in einer großen, weißen Hand.

Willkommen in deinem warmen Almhütte nahe dem idyllischen dorf. Draußen tanzen leise Schneeflocken, während drinnen das Kerzenlicht knistert und Geborgenheit schenkt. Die verschneiten Berge hüllen dich in Stille, als würde die Zeit für einen Moment verweilen. Hier findest du Ruhe, Gemütlichkeit und Augenblicke, die das Herz nie vergisst.

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Vom Wohnzimmerfenster eines der Chalets bis zur Skipiste der GrebenzenHöhen sind es vielleicht achtzig Schritte — kürzer, wenn man Skischuhe trägt und Hunger auf Kaiserschmarrn hat.

Marktcafe im Lichterglanz
Pl. I.b Marktcafe Restaurant
Lambertus-Haus, anno 1371
Pl. I.c Lambertus-Haus, 1371
Chaletdorf in Pistennähe
Pl. I.a Chaletdorf in Pistennähe Preise und Verfügbarkeit
Pl. II Stift St. Lambrecht

Großartig und beeindruckend.

Das Benediktinerstift wurde im Jahr 1076 von Markward von Eppenstein gegründet — sechzehn Jahre vor dem ersten Kreuzzug, vierhundert Jahre vor Kolumbus, und ungefähr zur gleichen Zeit, in der die Bayern damit begannen, das Bier offiziell als Nahrungsmittel zu betrachten. Seither ist das Geläut seiner Glocken kaum eine Stunde verstummt.

Im Winter, wenn der Schnee die Dächer bedeckt und die roten Zwiebeltürme wie zwei Wachposten in den Abendhimmel ragen, versteht man, weshalb die Mönche diesen Ort gewählt haben. Wer den Kreuzgang betritt, dem schenkt das Licht durch die alten Fenster eine Färbung, die anderswo verlorengegangen ist: bernsteinfarben, schwer, beinahe ein Bestandteil der Luft selbst.

Die Stiftsbibliothek bewahrt über fünfzigtausend Bände, darunter Handschriften aus dem zwölften Jahrhundert. Geführte Besuche sind ganzjährig möglich; im Marmorsaal — einem der schönsten Räume der Steiermark — finden zwischen Advent und Ostern regelmäßig Konzerte statt.

Chöre im Chorsaal.

Wenn ein Chor zu singen beginnt, scheint der Saal selbst tief Atem zu holen. Die Stuckdecke aus dem siebzehnten Jahrhundert wirft die Stimmen sanft zurück, und für einen Moment vergißt man, daß draußen Schnee liegt.

Konzertreihe Advent · Ostern · Stiftsmusiksommer
Im Chorsaal
Pl. II.a Im Chorsaal
Pl. III Skigebiet GrebenzenHöhen

Mehr als zwanzig Kilometer

Das Skigebiet GrebenzenHöhen am Ortsrand bietet mehr als 20 Pisten- und Routenkilometer, meistens in Sichtweite des Stiftsturms — ein Detail, das man erst zu schätzen lernt, wenn man auf der Piste eine Pause einlegt und sich daran erinnert, wo man eigentlich gerade ist. Der höchste Punkt liegt auf 1.870 Metern, die Pisten ziehen sich durch lichten Lärchenwald, und in stillen Stunden, wenn die Lifte gerade leer sind, hört man unten im Tal die Glocken läuten.

Wer es ruhiger mag, geht den Lärchenpfad mit Schneeschuhen — drei Kilometer durch einen Hain, der besonders im späten Januar, wenn der Reif die Zweige gewichtig macht, zu einer Art langsamer Andacht einlädt. Es gibt keine Beschallung, keine Schilder, keine Hinweise. Nur den Pfad, die Bäume, und die Spuren des einen Hasen, der einem stets eine halbe Stunde voraus ist.

Gondelbahn — Talstation
Pl. III.a Gondelbahn — Talstation Februar
Pabstinhang
Pl. III.b Pabstinhang
Längste Abfahrt GrebenzenHöhen: 6.4km
Pl. III.c Längste Abfahrt GrebenzenHöhen: 6.4km
Kaiserwetter
Pl. III.d Kaiserwetter Dezember
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Manchmal, an einem klaren Januarabend, wenn die letzten Skifahrer schon im Tal sind, sieht man von der Bergstation aus die Lichter der Stiftskirche aufleuchten — als hätte jemand eine Kerze in den Schnee gestellt.

— II —

Sommer

Wenn das Tal blüht
Pl. IV Im Schatten der Türme

Lange Abende, in denen das Licht nicht enden will.

Im Sommer öffnet sich das Tal wie eine Hand. Die Almen werden tiefgrün — ein Grün, das man mit keiner Farbpalette wirklich beschreiben kann, weil es jede Stunde leicht verändert ist, je nachdem, wo die Sonne gerade steht. Die Lärchen leuchten, die Wiesen riechen nach Heu und Lavendel, und am Hang oberhalb des Stifts beginnt jeden Morgen das alte Konzert der Kuhglocken.

Auf den Radwegen, die rund um das Stift verlaufen — der Murradweg R2 läuft direkt durch das Dorf — begegnet man eher Mountainbikern als Autos. Und in den Stiftshöfen finden Kammerkonzerte unter Lindenbäumen statt, die älter sind als das Land Steiermark. Ein Programm hängt aus, ja; aber niemand wird streng schauen, wenn man einfach so vorbeikommt und sich auf eine Bank setzt.

Radfahrer mit Blick auf das Stift
Pl. IV.a Radweg unterhalb des Stifts Juli
Stiftsgarten mit Rosen und Pavillon
Pl. IV.b Stiftsgarten
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Der Stiftsgarten — neu angelegt nach historischem Vorbild — ist im Juli ein Konzert in einer anderen Tonart: Rosen, Lavendel, Salbei, und in der Mitte das Gartenhaus mit seiner geschwungenen Schindelhaube, das wie aus einem alten Stich entlaufen wirkt.

Pl. V Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen

Wo Murmeltiere noch häufiger sind als Menschen.

Sankt Lambrecht ist Teil des Naturparks Zirbitzkogel-Grebenzen — eines der ruhigsten Schutzgebiete der Steiermark, achthundertfünfzig Quadratkilometer Wald, Alm und Hochmoor. Auf den Almen weiden Rinder, deren Hörner so weit auseinanderstehen, dass man sich in ihnen ein Sommerquartier nehmen könnte. Sie heben den Kopf, wenn man vorbeigeht, schauen kurz, und kauen weiter — als wären auch wir Wanderer nur ein etwas seltsam geformter Teil der Landschaft.

Der Auerlingsee, eingebettet zwischen Lärchen und Fichten, hält das Wasser so klar, dass die Berge auf seiner Oberfläche schärfer erscheinen als am echten Hang. Wer Wege sucht, findet sie hier in zwei Richtungen: nach oben, zu den Almhütten, oder nach innen, zu den eigenen Gedanken — was am Ende oft auf dasselbe hinausläuft.

Auerlingsee
Pl. V.a Auerlingsee August
Almvieh auf der Grebenzen
Pl. V.b Almvieh, Grebenzen

Die Sprache der Glocken.

Jede Alm hat ihren eigenen Klang. Die Tiere tragen Glocken in unterschiedlichen Größen und Tonlagen, sodass der Bauer schon aus weiter Entfernung erkennt, welche Herde wo grast. An stillen Sommernachmittagen klingt die Grebenzen wie ein altes, lockeres Glockenspiel, das niemand komponiert hat — und das gerade deshalb so vollkommen ist.

Almabtrieb Mitte September
Pl. VI Vier Wege, langsam zu sein

Wasser, Stein, und ein Pfad nach oben.

Im Sommer sammelt sich das Leben rund um viele Orte. Das Freibad an der alten Burgruine — wo die Mauern aus dem dreizehnten Jahrhundert seit jeher den Schwimmern zuschauen, mit der gleichen wohlwollenden Geduld, die alte Mauern eben so haben. Den Brunnen im Stiftsgarten, an dem Kinder ihre Hände in das kalte Wasser stecken und dabei Pläne schmieden, die für genau einen Sommernachmittag halten. Wanderwege richtung Wallfahrtskirche Maria Schönanger oben am Waldrand, ein gelbes Häuschen mit goldener Kugel auf dem Turm, wohin man eine Stunde aufsteigt und dort nach Wunsch zwei Bier genießt. Die Dreiwiesenhütte, in der die Kaiserschmarrn so groß sind, dass sie eine eigene Postleitzahl verdienen würden.

Freibad an der Burgruine
Pl. VI.a Freibad an der Burgruine
Brunnen im Stiftsgarten
Pl. VI.b Stiftsbrunnen
Wallfahrtskirche Maria Schönanger
Pl. VI.c Maria Schönanger
Dreiwiesenhütte
Pl. VI.d Dreiwiesenhütte · 1.572 m
Wer hierher kommt, kehrt nicht reicher zurück — sondern leiser.
— Aus einem Reisetagebuch, 1923

Den Weg finden.

Sankt Lambrecht liegt etwa zwei Stunden südöstlich von Salzburg und fünfzig Minuten nördlich von Klagenfurt.

Anreise mit dem Auto
Salzburg A10 Süd · Ausfahrt St. Michael50 Minuten wunderschönen Bergstraße
Passau / Wien · S6 - S36 - 96 Ausfahrt TeufenbachLinks abbiegen bei der gelben Dorfwirt
Grebenzen Lodges - Almchalet Alpenglück
Pabstin 46a, 8813 Sankt Lambrecht https://almchalet.eualmchalet.eu@gmail.com
Sankt Lambrecht — Naturparkgemeinde

Grebenzen Lodges
Grebenzen Lodges · St. Lambrecht